Gleitende Durchschnitte
Der gleitende Durchschnitt ist eine der beliebtesten Instrumente der technischen Analyse.
Gleitende Durchschnitte gehören zu den Trendfolgeindikatoren.
Der Durchschnitt folgt dem vorherrschenden Trend.
Hier einige Beispiele:
| Einfacher gleitender Durchschnitt |
Über eine bestimmte Datenmenge wird das Arithmethische Mittel genommen. Daraus
folgt, dass alle Kurse gleich gewichtet werden. |
| Linear gewichteter gleitender Durchschnitt |
Hierbei werden die aktuelleren Kurse stärker gewichtet. Dahinter steht die
Überlegung, dass die jüngeren Kursveränderungen wichtiger sind als die
älteren. |
| Exponentiell geglätteter gleitender Durchschnitt |
Dies ist ein Spezialfall des gewichteten gleitenden Durchschnitts. Jedes Gewicht
ist exponentiell geringer als das vorhergehende. Einer der bekanntesten exponentiell
gleitenden Durchschnitte ist der MACD-Oszillator. |
Übliche Zeiträume sind dabei 20 Tage, 50 Tage, 100 Tage und 200 Tage. Der 20 Tage
Durchschnitt liefert Signale für kurzfristige Trends. Der 50 Tage
Durchschnitt liefert Signale für mittelfristige Trends. Die 100 Tage
und 200 Tage Durchschnitte liefern Signale für langfristige Trends.
Meist ist es sinnvoll, zwei oder drei gleitende Durchschnitte mit unterschiedlicher Länge
zu benutzen.
Wird nur ein gleitender Durchschnitt benutzt, so ergeben sich die folgenden Signale:
1. Liegt der aktuelle Kurs oberhalb eines steigenden gleitenden Durchschnitts, so gilt
dies als bullish. Liegt der aktuelle Kurs unterhalb eines fallenden gleitenden Durchschnitts,
so gilt dies als bearish.
2. Der Steigungsgrad ist ein Hinweis auf die Trendintensität.
Werden mehrere gleitende Durchschnitte benutzt, so ergeben sich die folgenden Signale:
1. Fällt der langfristige gleitende Durchschnitt unter den kurzfristigen gleitenden
Durchschnitt, so gilt dies als Verkaufssignal.
2. Steigt hingegen der langfristige gleitende Durchschnitt über den kurzfristigen gleitenden
Durchschnitt, so gilt dies als Kaufssignal.
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