Verluste an den Börsen zu realisieren ist nicht jedermanns
Sache. Was aber tun, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist?
Da gibt's dann nur eines: Geld verdienen mit Verlusten! Und das geht so:
1. Annahme: Es wurde eine Aktie zum Kurs von 100 Euro gekauft.
2. Innerhalb der Spekulationsfrist fällt die Aktie
auf 60Euro. Nun wird der Verlust von 40 Euro realisiert, also die Aktie
wir zu 60 Euro verkauft.
3. Die gleiche Aktie wird dann wieder zurückgekauft.
4. Der entstandene Spekulationsverlust von 40 Euro kann
mit Spekulationsgewinnen aus dem aktuellen Jahr, dem vorherigen Jahr und
zukünftigen Jahren verrechnet werden.
Bei dieser Art der Verrechnung von Spekulationsverlusten
sind einige Dinge aber zu beachten:
1.Bei der Verrechnung von Spekulationsgewinnen mit -verlusten
kann der Spekulationsverlust frei verteilt werden. Es muß also nur
so viel verrechnet werden, bis der Spekulationsgewinn unter die Freigrenze
fällt! Der Rest kann dann auf andere Jahre verteilt werden.
2. Da dein Finanzbeamter nicht schläft, kennt er natürlich
diesen kleinen Trick. Hier hilft dann die richtige Argumentation. Das
Wertapapier sollte nicht sofort zurückgekauft werden. Warte ruhig
einige Tage ab. Außerdem solltest du nicht genau die exakte Stückzahl
zurückgekauft werden, die du verkauft hast. Du kannst dann mit einer
veränderten Marktlage argumentieren.
3. Wird ein anderer Wert gekauft, so brauchst du natürlich
keine Warteschleife zu drehen. Hier kannst du direkt einsteigen.
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